
Wohlstand zeigt sich in Basel gerne diskret. Für Jonas Lüthi-La Roche gehört es zur Mentalität seiner Heimatregion, über Vermögen nicht viele Worte zu verlieren. Eine Zurückhaltung, die der gebürtige Basler gut kennt – und die ihn auch in seiner neuen Aufgabe begleitet.
Seit April 2026 leitet Jonas Lüthi-La Roche den neu eröffneten Basler Standort von Wüst und Wüst. Während das auf hochwertige Wohnimmobilien spezialisierte Unternehmen mit Basel seinen sechsten Standort in der Schweiz eröffnet, ist die Region für seinen Leiter vertrautes Terrain: Sie ist seine Heimat, seit Jahren sein berufliches Umfeld und die Basis eines über lange Zeit gewachsenen Netzwerks.
Jonas Lüthi-La Roche selbst spricht bei seiner neuen Aufgabe von einem «weissen Blatt». Er bringt seine langjährige Erfahrung und seine Kontakte mit, die Marke hingegen muss sich in Basel erst einen Namen machen. Darin liegt für ihn ein besonderer Reiz: einen Standort aufzubauen und dessen Entwicklung mitprägen zu können.
Dass Jonas Lüthi-La Roche diese Aufgabe übernommen hat, war nicht geplant. Nach mehreren Jahren bei einem Grossunternehmen, wo er im Bereich Anlage- und Wohnimmobilien tätig war, suchte er keine neue Stelle. Erst die Direktansprache durch Batterman Consulting Basel AG brachte Wüst und Wüst ins Spiel. Die Aussicht, wieder mehr gestalten und aufbauen zu können, führte schliesslich zum Wechsel.
Der Schritt passt zu seinem beruflichen Werdegang, in dem Wohnen und Gestalten schon früh eine Rolle spielten: Jonas Lüthi-La Roche begann seine Laufbahn als Möbelschreiner und arbeitete mehrere Jahre in diesem Beruf. Später wechselte er in die Wohnberatung und machte sich mit einem Partner im Premiumsegment für Gartenmöbel selbstständig. Nach weiteren beruflichen Stationen führte sein Weg schliesslich in die Immobilienbranche. So unterschiedlich diese Etappen wirken, einige Themen begleiten ihn seit Beginn: Räume, Gestaltung und der Kontakt mit Menschen. Gerade die persönlichen Beziehungen prägen sein heutiges Geschäft.
«Die Immobilienbranche ist zu 95 Prozent People Business.»
Jonas Lüthi-La Roche
In Basel komme hinzu, dass die Wege kurz seien: Man kenne sich – und man begegne sich wieder. Der persönliche Ruf und gewachsene Beziehungen haben für den Immobilienexperten entsprechend Gewicht. Auch ausserhalb seines Berufs ist Jonas Lüthi-La Roche in der Region verankert. Seit 2024 sitzt er im Einwohnerrat von Binningen und präsidiert die Immobilienkommission.
Sein Gespür für die Basler Mentalität zeigt sich selbst in der Wortwahl. Mit dem Begriff «Luxus» geht er in unserem Interview zurückhaltend um. Er spricht lieber von besonderen Liegenschaften und einer anspruchsvollen Kundschaft. Einen neuen Standort zu eröffnen ist das eine. Ihn im Markt zu etablieren, das andere. Jonas Lüthi-La Roche übernimmt diese Aufgabe dort, wo er selbst tief verwurzelt ist: in Basel. Hier ist er zu Hause, hier kennt er den Immobilienmarkt und seine Akteure. Nun soll Basel auch Wüst und Wüst kennenlernen.
Herr Lüthi-La Roche, wenn Sie in jüngeren Jahren einen anderen Weg eingeschlagen hätten, was wäre aus Ihnen geworden?
«Wahrscheinlich hätte es mich in die Architektur oder Stadtentwicklung gezogen. Schon als kleiner Junge haben mich Möbelgeschäfte fasziniert. Diesen Wunsch habe ich mir mit meiner Arbeit rund ums Wohnen und Einrichten später auch erfüllt. Architektur und die Menschen, die darin leben, begeistern mich bis heute. Ein Studium in diesem Bereich hätte mich sehr gereizt – vor allem die Vorstellung, Orte mitzugestalten, an denen Menschen später leben und die über Generationen Bestand haben.»
What is your favorite way to start your day?
«Mit einem guten Kaffee zu Hause, um wach zu werden – und im Geschäft folgt meistens gleich der zweite. Dazu werfe ich einen Blick in die Tageszeitung. Ich schaue, welche Themen aktuell sind, auch weil daraus später oft Gespräche mit Kundinnen und Kunden entstehen.
Ich bin ein eher chaotischer Typ und brauche deshalb eine gewisse Struktur. Ich habe fixe Punkte, die ich einhalte und die mir einen roten Faden durch die Woche geben. Gleichzeitig möchte ich meinen Tag nicht komplett durchtakten. Mir ist wichtig, genügend Raum zu haben, wenn ich Menschen begegne. So kann ich mir wirklich Zeit für ihre Themen nehmen.»
What does success mean to you personally?
«Für mich zeigt sich persönlicher wie auch geschäftlicher Erfolg darin, dass Kundinnen, Kunden und Mitarbeitende mir langfristig vertrauen und gerne mit mir arbeiten. Dieses Vertrauen ist die Grundlage für glaubwürdige und nachhaltige Beziehungen, die man gemeinsam aufbaut. Und natürlich gehört für mich auch die Freude dazu, Erfolge miteinander zu teilen und Wertschätzung zu erfahren.»
What would you work for free for a week?
«Für ein Projekt, das jungen Menschen eine Chance gibt, sich weiterzuentwickeln – im Sport oder in der Ausbildung. Wenn ich jemanden fördern und ein Stück weiterbringen kann, mache ich das gerne. Das ist auch ein Grund, weshalb ich mich im Kiwanis Club Basel-City engagiere. Mit verschiedenen Aktionen sammeln wir Geld für Kinder. Am Muttertag verkaufen wir beispielsweise Rosen. Ein besonderes Erlebnis ist für mich der gemeinsame Ausflug mit Kindern aus einem Kinderheim in den Europa-Park. Die Freude der Kinder mitzuerleben, macht auch uns grosse Freude.»
What was the best professional advice you ever received?
«Ein Verkaufstrainer sagte einmal zu mir: «Wenn du erfolgreich sein willst: zuhören, fragen, handeln.» Dieser Satz ist mir geblieben. Im Kundengespräch geht es nicht darum, das Gegenüber mit Informationen zu überhäufen. Wer wirklich zuhört und die richtigen Fragen stellt, erfährt viel mehr über den Menschen und seine Bedürfnisse. Und die Kundinnen und Kunden spüren, ob das Interesse ehrlich ist.»
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Lüthi-La Roche für sein Mitwirken an diesem Beitrag.
Batterman Consulting Basel AG®
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