5 Fragen an Daniel Iseli, CEO Vibro-Consult AG 

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Wie bei uns Menschen zeigen auch Maschinen erste Symptome, bevor sie ernsthaft krank werden. Wer diese Signale frühzeitig erkennt, kann Ausfälle verhindern, Risiken minimieren und die Versorgungssicherheit gewährleisten – besonders in sensiblen Infrastrukturen wie Kraftwerken oder Industrieanlagen.

Genau darauf hat sich die Vibro-Consult AG spezialisiert. Das unabhängige Schweizer KMU mit Sitz in Brugg im Kanton Aargau misst, analysiert und interpretiert Schwingungen von grossen Maschinen wie Turbinen, Generatoren oder Pumpen – und sorgt dafür, dass sie auch unter Höchstbelastung zuverlässig funktionieren. Über 1’250 Maschinen weltweit hat das Team bisher untersucht, mehr als 250 wurden mit permanenten Überwachungssystemen ausgerüstet.

Ob in der Schweiz, in der Elfenbeinküste oder in Taiwan: Die Expertinnen und Experten von Vibro-Consult arbeiten dort, wo Energie entsteht. Die Folgen von Ausfällen sind längst keine Theorie mehr: 2025 kam es in Spanien zu einem grossflächigen Blackout, im Januar 2026 war Berlin betroffen. «Es geht nicht nur um Maschinen – es geht um Sicherheit. Unsere Arbeit trägt dazu bei, dass Menschen sich auf funktionierende Energieversorgung verlassen können», betont Daniel Iseli. Und genau darum kümmert er sich als Geschäftsführer der Vibro-Consult AG gemeinsam mit seinem Team.

Vom Maschinenzeichner zum Geschäftsführer

Daniel Iseli kennt diese Welt von Grund auf: Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Lehre als Maschinenzeichner. Es folgten ein Ingenieurstudium in Informatik, ein Nachdiplomstudium in Wirtschaft und eine Weiterbildung im Bereich Sicherheitstechnik. 1991 stieg er bei Vibro-Consult ein, 2009 übernahm er die Geschäftsführung. Seither entwickelt er das Unternehmen strategisch weiter – mit einem klaren Fokus auf moderne Messtechnik, praxisnahe Lösungen und internationale Einsätze.

«Die Maschinen an sich sind langlebig: Ein Kraftwerk hält gut und gerne 80 Jahre. Ganz anders sieht es bei der Messtechnik aus: Sensoren, Computer, Auswertesysteme – da beträgt die Halbwertszeit oft nur zehn Jahre. Diese Kombination aus Beständigkeit und Wandel macht unsere Arbeit besonders spannend.»
Daniel Iseli

Ein typischer Arbeitstag? Den gibt es nicht. Mal ist Daniel Iseli im Büro in Brugg, mal unterwegs in Südostasien oder Afrika. Im einen Moment arbeitet er mit seinem Team an einer neuen Software zur KI-gestützten Rotorwuchtung – im nächsten steht er vor Ort in einem Kraftwerk, misst Schwingungen und analysiert, warum eine Maschine auffällige Werte zeigt. «Ich komme an Orte, die man als Privatperson nie sehen würde. Das macht den Beruf einzigartig.»

Maschinen, Menschen, Management

Vibro-Consult unterstützt Kundinnen und Kunden in allen Phasen – präventiv wie auch im akuten Fall. «Wir analysieren beides: den Zustand von Maschinen im Vorfeld und wenn bereits erste Auffälligkeiten auftreten», erklärt Iseli. «Das ist vergleichbar mit der Medizin: Man beobachtet bestimmte Werte, erkennt Tendenzen und greift rechtzeitig ein – bevor ein Schaden entsteht.» So lassen sich geplante Revisionen frühzeitig vorbereiten und unvorhergesehene Ausfälle vermeiden.

Vibro-Consult beschäftigt heute zehn Ingenieure – drei davon über dem offiziellen Pensionsalter. Die Struktur ist bewusst schlank gehalten, Verantwortung wird direkt im Team übernommen. «Wer ein Projekt übernimmt, trägt auch die technische und organisatorische Verantwortung», sagt Daniel Iseli. Gerade im Vergleich zu Grossfirmen ist die Reaktionsgeschwindigkeit ein klarer Vorteil. «Wenn etwas schnell gehen muss, dann geht es bei uns auch schnell.» Diese Agilität wird von Kundinnen und Kunden besonders geschätzt – gerade in zeitkritischen Situationen.

Ein aktuelles Entwicklungsprojekt von Vibro-Consult ist eine hauseigene Software zur Rotorwuchtung – ein Verfahren, das Maschinen in den optimalen Laufruhe-Zustand versetzt. «Bei Autos kennt man das vom Reifenwuchten – bei grossen Turbinen ist es um ein Vielfaches komplexer.» Die Lösung nutzt künstliche Intelligenz, um noch präziser und schneller optimale Ergebnisse zu erzielen – auch remote. «Wir sind der Konkurrenz hier deutlich voraus.»

Im Gespräch zeigt sich: Daniel Iseli denkt nicht nur technisch, sondern auch reflektiert und bodenständig. Zum Abschluss haben wir ihm unsere fünf persönlichen Fragen gestellt – und präzise Antworten erhalten.

Herr Iseli, wenn Sie in jüngeren Jahren einen anderen Weg eingeschlagen hätten, was wäre aus Ihnen geworden?

« Wahrscheinlich Zahnarzt. Präzision, Technik und Verantwortung haben mich schon immer fasziniert – nur eben heute bei Maschinen statt bei Menschen.»

Wie beginnen Sie Ihren Tag am liebsten?
«Früh am Morgen – mit klarem Kopf und ohne Hektik. Das ist für mich die beste Zeit, um strukturiert zu denken und die Weichen für den Tag zu stellen.»

Was bedeutet für Sie persönlich Erfolg?
«Erfolg bedeutet für mich, mir klare Ziele zu setzen – beruflich wie privat – und diese bewusst zu verfolgen. Entscheidend ist für mich, den Moment zu erkennen, an dem ein Ziel wirklich erreicht ist.»

 Wofür würden Sie eine Woche gratis arbeiten?
«Beispielsweise für Jugendförderung. Da ich schon immer gerne Schach gespielt habe, könnte ich mir eine Schachwoche für Jugendliche sehr gut vorstellen.»

Was war der beste berufliche Rat, den Sie jemals bekommen haben?
«„Egal, wie gut du bist und wie sehr du dich engagierst – du wirst es nie allen recht machen.“ Diese Einsicht hat mir geholfen, klarer zu entscheiden und konsequenter zu handeln.»

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Iseli für sein Mitwirken an diesem Beitrag.

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